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03-Jan-2009

Fachliteratur

Zwischenlager, Zwischenlagerung für Restabfälle und Ersatzbrennstoffe 2007

siehe auch Rechtsfragen zum Thema Zwischenlager

(dort findet man auch Hinweise auf Landtagsdrucksachen und Hinweise auf Pressemitteilungen von Bezirksregierungen, Regierungspräsidien, etc.)

2007

Lebensministerium Österreich

Studie: „Anforderungen an die Zwischenlagerung von heizwertreichen Abfällen“

12.09.2007, Lebensministerium VI/3; Downloads: Zwischenlagerstudie (PDF 3283,48 kB )

In der Vergangenheit wurden zahlreiche Brände von (Zwischen-)Lagern heizwertreicher Abfälle registriert. Vom BMLFUW wurden daher erste  „Anforderungen an die Zwischenlagerung von heizwertreichen Abfällen“ erarbeitet.

Die Zwischenlagerung spielt im Rahmen der Vorbehandlung von Abfällen eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Großbrände bei Abfallbehandlungsanlagen in den letzten Jahren belegen, dass dem vorbeugenden Brandschutz oberste Priorität einzuräumen ist. Bisher wurde der Gefahr der Selbstentzündung viel zu wenig Beachtung geschenkt. Mit dem heute verfügbaren Erkenntnisstand können Risiken gut prognostiziert und Rahmenbedingungen für eine sichere Lagerung angegeben werden.

Die vorliegende Studie soll eine wichtige Hilfestellung bei der Planung, Genehmigung und Überwachung von Zwischenlagern für heizwertreiche Abfälle bieten.

C.-André Radde

Zwischenlagerung von Abfällen in Deutschland - Ursachen, Umfang, Perspektiven

Müll und Abfall Heft 6 / 2007

Nach zwei Jahren der Umsetzung der AbfAblV wertet der Autor den Paradigmenwechsel in der Abfallwirtschaft trotz aller noch vorhandener Probleme als vollen Erfolg. Wegen fehlender Behandlungskapazitäten müßten Zwischenlager betrieben werden. Nach Angaben der LAGA vom August 2006 existierten 84 Zwischenlager mit 2,6 Mio. t Gesamtkapazität, in denen 1.25 Mio. t Abfälle lagerten. Für weitere 16 Zwischenlager mit 0,9 Mio. t seien Genehmigungsanträge gestellt. (Tabelle mit Daten der LAGA ist abgedruckt) Die Räumung der Lager für unbehandelte Abfälle werde in den nächsten Jahren abgeschlossen sein. Aber die Räumung der Zwischenlager für die heizwertreichen Abfälle dürfte noch mindestens 10 Jahre dauern. Dazu werden MBA-Kapazitäten weiter ausgebaut und zahlreiche Ersatzbrennstoffkraftwerke errichtet werden. [Anm.: Prognos erwartet übrigens bald Überkapazitäten Müll und Abfall 7/2007)]

in der Märkischen Allgemeinen Zeitung von 20.03.2007 schreibt ein Frank Pechhold:

Mit Biopuster und schneller Eingreiftruppe gegen Deponie-Gestank,

Es stinkt aber im Notfall-Zwischenlager der MEAB in Schöneiche. Sind Journalisten nun so doof, oder sind sie nur schlagzeilensüchtig?

rll Osnabrück, Neue OZ online

Illegaler Müll wird in Salzgitter verbrannt

Diesen Artikel fand man unter: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/stadt_osnabrueck/16086012.html
Ressort / Ausgabe: Stadt Osnabrück, Veröffentlicht am: 14.03.2007

Auszug: Am Montag soll es losgehen: 190.00 Tonnen Müll werden auf dem Piesberg ausgebuddelt, nach Salzgitter gefahren und dort
verbrannt. Seit gestern steht fest, dass die Aktion vier Millionen Euro kosten wird. Das Müll-Zwischenlager war illegal. Noch immer laufen staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes.

Landesregierung Schleswig-Holstein

Zwischenlagerung, Bereitstellungslagerung, 2. Anfrage

Hinweis erhalten aus Müll und Abfall 1/2007 Thema Abfall in den Parlamenten

Die Landesregierung beantwortet eine Anfrage auf Drs. 16/1042 vom 2.11.2006.

Die Drucksache findet man unter: http://www.lvn.parlanet.de/infothek/wahl16/drucks/1000/drucksache-16-1042.pdf

Vorbemerkung der Landesregierung:
Seit dem 1. Juni 2005 dürfen keine unbehandelten Siedlungsabfälle mehr auf Deponien abgelagert werden. Für die Umsetzung haben die zuständigen öffentlichrechtlichen Entsorgungsträger Schleswig-Holsteins die beiden mechanischbiologischen Abfallbehandlungsanlagen in Neumünster und Lübeck errichtet bzw. Dienstleistungsverträge über die Restabfallbehandlung abgeschlossen. Dennoch kommt es - wie auch im übrigen Bundesgebiet - zu regionalen Entsorgungsengpässen.
Diese Engpässe treten insbesondere dann auf, wenn

  • die neu errichteten Anlagen aufgrund technischer Schwierigkeiten oder der erforderlichen
    Erprobung technischer Neuentwicklungen ihre volle Durchsatzleistung nicht erbringen können oder
  • thermische Anlagen in Schleswig-Holstein oder Hamburg wegen Revision oder unplanmäßig ausfallen.

Da es bundesweit derzeit noch zu wenig Abfallverbrennungskapazitäten gibt, müssen die unbehandelten Abfälle bei den o.g. Engpässen zwischengelagert werden. Die Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) beziffert die Abfallmenge in Zwischenlagern
bundesweit auf etwa 1,24 Mio. Tonnen.

Auf die voraussichtlich bestehende Notwendigkeit der Einrichtung von Zwischenlagern hat das MLUR bereits im Frühsommer 2004 hingewiesen und die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen in einem Merkblatt vom Dezember 2004 erläutert.

1. Vorbemerkung des Fragestellers:
In der Antwort auf die Frage 1 meiner Kleinen Anfrage vom 05.09.2006 (Drs. 16/932) wurde mitgeteilt, dass die genehmigte Menge der Zwischenlager Lübeck-Niemark I und Lübeck-Niemark II teilweise erheblich überschritten wurde. usw., usw.

Interessant aus der Antwort der Landesregierung ist sicher auch das folgende:

Abfalltransporteure (Containerfirmen) sind dem Land nur dann bekannt, wenn sie eine Transportgenehmigung nach § 49 KrW-/AbfG benötigen bzw. nach § 51 KrW-/AbfG anzeigepflichtig sind. Die Betriebshöfe der Containerfirmen unterliegen der Überwachung durch die unteren Abfallentsorgungsbehörden, sofern dort keine genehmigungsbedürftigen Abfallentsorgungsanlagen betrieben werden. Dem Land liegen keine Informationen der Staatlichen Umweltämter und der Kreise und kreisfreien Städte über Abfalllagerungen an den von ihnen zu überwachenden Anlagen und Standorten vor.

Die nachfolgenden Angaben beziehen sich daher nur auf Anlagen, für die das LANU als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde zuständig ist. Das LANU führt in seinem Abfallwirtschaftlichen Informationssystem (AWIS) eine Datenbank über Abfallentsorgungsanlagen. Sie umfasst gegenwärtig 528 Arbeitsstätten mit teilweise mehreren Anlagen. Eine Recherche nach Anlagentyp und Standort ist im Internet (http://www.umweltdaten.landsh.de/nuis/awis/aksuche.php) möglich. Auch die jährlich vom LANU herausgegebene Abfallbilanz für Siedlungsabfälle enthält eine Aufstellung von Sortier-/Aufbereitungsanlagen für Siedlungs-, Gewerbe- und Bauabfälle. Die letzte veröffentlichte Bilanz zum Kalenderjahr 2004 nennt in Tabelle 5 insgesamt 152 Sortieranlagen, überwiegend zur Bauabfallbehandlung (www.umweltbericht-sh.de, Stichwortpfad > Umweltbericht > Abfall > Abfallmengen > Siedlungsabfallbilanzen).

Norbert Kottmann

Geballte Zwischenlagerung

UmweltMagazin Januar - Februar 2007

Im EuRec Round Baling System werden feste Abfälle oder Ersatzbrennstoffe hoch verdichtet und ausschließlich in Folie verpackt. Die in den Ballen verpackten Materialien eignen sich für eine mehrjährige Zwischenlagerung auch unter freiem Himmel.

Nils Olshafer, Oliver Güthenke

Planung von Zwischenlagern

UmweltMagazin Januar - Februar 2007

Nach eigenem Jahr Praxiserfahrungen mit Abfallzwischenlagern lässt sich feststellen, dass sie vielerorts zwar notwendig sind, aber mit einem hohen potentiellen Brandrisiko verbunden sind. Dieser Beitrag geht auf abfallwirtschaftliche und baurechtliche Fragestellungen ein.

S. Flamme, B. Gallenkemper, W. Bidlingmaier, H. Doedens, M. Kranert, R. Stegmann

10. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Tagungsband)

Münsteraner Schriften zur Abfallwirtschaft, Band 11. 1. Aufl. Febr. 2007. Fachhochschule Münster, Fachbereich Bauingenieurwesen, Labor für Abfallwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Umweltchemie (LASU). ISBN 3-9811142-1-3, ISBN 978 3-9811142-1-3

Radde, C.-André
Zwischenlagerung von Abfällen in Deutschland - Ursachen, Umfang, Perspektiven
Baier, Hubert
Zwischenlager für heizwertreiche Fraktionen

BDE und VKS im VKU fordern Ende der Abfallzwischenlagerung

01.02.2007 Abfall-Zwischenlager konsequent abräumen und schließen - Gemeinsame Forderung des Präsidiums des BDE und des geschäftsführenden Vorstandes des VKS im VKU  Download Pressemitteilung

[ Auszug: Die seit dem Deponieverbot im Juni 2005 auf Zwischenlagern untergebrachten unvorbehandelten sowie als Ersatzbrennstoffe vorbehandelten Abfälle sind konsequent einer geordneten Entsorgung zuzuführen. Aufgrund in absehbarer Zeit ausreichender Kapazitäten in Müllverbrennungsanlagen und in industriellen Mitverbrennungsanlagen besteht kein Grund mehr, dass die Abfallbehörden die Zwischenlagerungsgenehmigungen dann noch verlängern. Diese Forderung wurde in einer gemeinsamen Sitzung des Präsidiums des BDE und des geschäftsführenden Vorstands des VKS im VKU verabschiedet.]

Neue OZ online 19.01.2007

Zwischenlager kostet Millionen

Weil der Stadt [Osnabrück] Fehler bei der Müllentsorgung unterlaufen sind, müssen die Steuerzahler jetzt dafür geradestehen. In den Berechnungen des Abfallwirtschaftsbetriebes ist von 2,2 Millionen Euro die Rede - "eine Worst-case-Berechnung", wiegelt Werkleiterin Dr. Marietta Klekamp-Lübbe ab. .... mehr in den im folgenden angegebenen Quellen.

War im Internet unter: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/stadt_osnabrueck/15646839.html

oder: Als heruntergeladene und konvertierte pdf-Datei

(Anmerkung: Wenn man einmal bei einer Behörde gearbeitet hat, kann man nicht glauben, daß die Informationen in dem Beitrag der Realität entsprechen.)

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