Startseite www.deponie-stief.de DeponieOnline

www.deponie-stief.de

25-May-2012

Fachliteratur

Zwischenlager, Zwischenlagerung für Restabfälle und Ersatzbrennstoffe 2005

siehe auch Rechtsfragen zum Thema Zwischenlager

(dort findet man auch Hinweise auf Landtagsdrucksachen und Hinweise auf Pressemitteilungen von Bezirksregierungen, Regierungspräsidien, etc.)

2005

Gewerbeaufsicht Niedersachsen

Brandschutz in Abfallzwischenlagern

AbfallwirtschaftsFakten 13, Dezember 2005
AbfallwirtschaftsFakten im Internet (leider nur zum Ausdruck) unter
http://www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de > Vertiefte Informationen zu Aufgaben/Themen > Abfallwirtschaft

Prof. Thomé-Kozmiensky

"Viele Zwischenlager werden zu Endlagern"

Der Abfallexperte Karl Thomé-Kozmiensky hält an seiner Einschätzung fest, dass viele Zwischenlager für unbehandelte Restabfälle letztlich zu Endlagern werden. "Wer glaubt, dass die jemals abgebaut werden, befindet sich meiner Auffassung nach auf dem Holzweg”, sagte er am Dienstag auf einer Abfallwirtschaftskonferenz in Berlin. Beim Gesetzgeber müsse sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die meisten Restabfallzwischenlager nicht abgebaut werden können.

Auszug aus EUWID (24.11.05)

Kieler Nachrichten

Zwischenlager für die MBA Niemark

siehe Mitteilung aus den Kieler Nachrichten (pdf-Datei)

Presse Echo-Online v. 22.11.2005:

Das Geschäft mit dem Müll boomt
Abfall: Heizkraftwerk in Darmstadt ist ausgelastet – Zweckverband rechnet 2006 mit Millionen-Überschuss
[Zwischenlager auf Deponie Büttelborn für das MHKW Darmstadt]

DARMSTADT-DIEBURG. Das Geschäft mit dem Müll boomt. Das vom Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) betriebenen Müllheizkraftwerk in Darmstadt reicht kaum mehr aus, um der Nachfrage nach Brennkapazität nachkommen zu können. Vor wenigen Jahren sah das noch anders aus. Damals musste ZAS-Geschäftsführer Edwin Christl noch in den hintersten Ecken der Republik verbrennbaren Müll für die Öfen in Darmstadt akquirieren, um die Anlage auch nur annähernd auszulasten. „Heute ist die Nachfrage locker dreimal so groß wie die Anlage erarbeiten kann“, beschreibt er die aktuelle Lage.

Ausschlaggebend ist eine Gesetzesänderung. Seit Juni dieses Jahres darf kein Müll mehr unbehandelt auf Deponien gebracht werden. Nach dem derzeitigen Stand der Technik bedeutet dies, dass der Müll zunächst verbrannt, und nur die dabei anfallende Schlacke auf der Deponie gelagert wird. Die Folgen des Wandels: Im nächsten Jahr läuft das Kraftwerk rund um die Uhr unter Volllast. Der ZAS, dem Darmstadt und die Kreise Darmstadt-Dieburg und Odenwald angehören, rechnet mit einem Überschuss von zwei Millionen Euro. „Der Turnaround ist geschafft. Das ist unser bester Wirtschaftsplan“, erklärte ZAS-Vorstandschef, Darmstadt-Dieburgs Landrat Alfred Jakoubek vor der Verbandsversammlung.

Für die Bürger im ZAS-Gebiet bedeutet der wirtschaftliche Erfolg Gebührenstabilität. Denn die Verbrennungskosten sind ein Element, aus denen die Müllgebühren für die Haushalte berechnet werden. Die Brennkosten sollen nach Angaben Jakoubeks „mindestens stabil“ bleiben. Auch Senkungen sind offenbar nicht ausgeschlossen. Bereits für das nächste Jahr wird der Grundpreis für die ZAS-Mitglieder um fünf Prozent gesenkt.

Rund 216 000 Tonnen Müll können im Jahr in den drei Öfen des Kraftwerks verbrannt werden. Neben den ZAS-Mitgliedern gibt es vier Landkreise, die künftig Stammkunden sein werden. Der Kreis Bergstraße hat einen Liefervertrag bis 2014 abgeschlossen und karrt jährlich 20 000 Tonnen nach Darmstadt. Mit den Riedwerken Groß-Gerau wurde in diesem Jahr der Vertrag über 45 000 Tonnen bis 2008 und anschließend bis 2018 über 60 000 Tonnen verlängert. Neu hinzu gekommen sind in diesem Jahr der Main-Taunus- und der Hochtaunuskreis mit 40 000 Tonnen (bis 2010). Industrie und Gewerbe bringen weitere 25 000 Tonnen zum Heizkraftwerk.

Die großen Müllmengen bringen den Betrieb an anderer Stelle an seine Grenzen. Der vor 38 Jahren gebaute Müllbunker ist zu einem Nadelöhr im Betrieb geworden. Er ist zu klein. Eine Machbarkeitsstudie soll Möglichkeiten der Vergrößerung ausloten. Um die angelieferten Müllmengen parken zu können, hat es das Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt, auf der Deponie Büttelborn Müll vorübergehend zwischenzulagern.

Der Müllboom hat aber auch positive Seiten. So schafft der Zweckverband in seinem Werk im kommenden Jahr fünf neue Arbeitsplätze.

19.11.2005 Fuldaer Zeitung http://www.fuldaerzeitung.de

Zwischenlager auf der Deponie Kalbach
Kreisausschuss beantragt Erlaubnis für drei Jahre

FULDA/KALBACH (vn) Der Landkreis Fulda trifft Vorkehrungen dafür, das Zwischenlager für Abfälle auf dem Gelände der Kreisabfalldeponie in Kalbach länger zu betreiben als ursprünglich geplant. Das teilte Erster Kreisbeigeordneter Bernd Woide (CDU) mit.
Seit 1. Juni darf kein unbehandelter Müll mehr auf Deponien endgelagert werden. Derzeit wird der Haushaltsabfall zur Vorbehandlung nach Edersleben im Nordharz und nach Schönkleina bei Jena gefahren. Dies geschieht meist in Wechselbehältern, die von den Müllfahrzeugen abgenommen und dann von Spediteuren weiter transportiert werden. Diese Anlagen sortieren die Schwerstoffe Sand, Steine, Glas, Metalle und Batterien aus. Der Rest wird geschreddert und dann in Zement- oder in Heizkraftwerken verbrannt. Beim Hausmüll geht es im Landkreis um 30000 bis 35000 Tonnen im Jahr. Der Sperrmüll wird von der Eichenzeller Firma Schad vorsortiert und in eigenen Anlagen verbrannt.
Der Gewerbemüll – 45000 Tonnen davon fallen in Firmen im Landkreis Fulda pro Jahr an – wird auf besonderen Feldern der Kreisabfalldeponie in Kalbach zwischengelagert. Die Genehmigung für die Zwischenlagerung durch das Regierungspräsidium Kassel umfasst jedoch nur ein Jahr. Der Landkreis bemüht sich jetzt um eine Verlängerung der Genehmigung für die Zwischenlagerung auf der Kreisabfalldeponie in Kalbach auf drei Jahre.
Dafür ist ein aufwändiges immissionsrechtliches Genehmigungsverfahren notwendig, in dessen Verlauf unter anderem auch die Gemeinde Kalbach gehört werden wird. Der Kreisausschuss hat ein Ingenieurbüro und den TÜV Hessen beauftragt, die Genehmigungsunterlagen für einen entsprechenden Antrag zu erarbeiten.
Bernd Woide führte in der Kreisausschusssitzung in Vertretung von Kreisabfalldezernent Landrat Fritz Kramer aus, dass es bundesweit erhebliche Entsorgungsengpässe für Abfall gebe, die voraussichtlich erst 2008 beseitigt werden könnten, so dass diese Zeit durch das Zwischenlager überbrückt werden müsse. Mit dem Genehmigungsverfahren ist nicht entschieden, dass tatsächlich weiter zwischengelagert wird.
Der Kreistag soll, wie geplant, in seiner Sitzung Mitte Dezember über die Vergabe der zukünftigen Müllentsorgung entscheiden. Das bestätigte Herbert Post, Leiter des Umweltamtes im Landratsamt, auf Anfrage unserer Zeitung. Das gesamte Vergabeverfahren müsse jedoch bis zur Vergabe an ein Unternehmen zwingend vertraulich behandelt werden. Nicht einmal die Zahl der Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligten, dürfe er nennen.

19.11.2005 Fuldaer Zeitung http://www.fuldaerzeitung.de

13.Oktober 2005, 12:47 Uhr Nordhausen (nnz).

Probleme mit der Rotte auf der Deponie in Nentzelsrode

pdf-Datei

Aus dem Inhalt:
Der Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen betreibt in Nentzelrode eine MBA. Die Anlage läuft schon – wenn auch mit kleinen Unterbrechungen – seit Anfang Juni.

Die biologische Aufbereitung der Abfälle seitens der Technologieverbund Nentzelsrode GmbH (TVN), die Verrottung, verursacht offenbar „kleinere Probleme“, die der nnz seitens des Landratsamtes bestätigt wurden. Man habe Schwierigkeiten mit der Einhaltung diverser Kriterien,
wie zum Beispiel der Atmungsaktivität des abzulagernden Endproduktes, die aber bald behoben sein sollen.
Klein können diese Probleme allerdings nicht sein, wenn man sich den Thüringer Staatsanzeiger mal genauer ansieht. Dort ist die Genehmigung eines temporären Zwischenlagers durch das Landesverwaltungsamt Weimar veröffentlicht.

Wo auch immer, sollen in nächster Zeit mehr als 5.000 Tonnen Abfälle (ab)gelagert werden, die bei TVN nicht bearbeitet, sprich verrottet werden können. Während man im Landratsamt von einer nur kurzzeitigen Zwischenlösung spricht (maximal bis Dezember), wurde das Zwischenlager vorsorglich schon mal für ein Jahr beantragt.

13.Oktober 2005, 12:47 Uhr Nordhausen (nnz).

Dipl.-Ing. Ulrich Klos, CDM AG

Einrichtung von Abfallzwischenlagern uner Berücksichtigung der Deponiegasbildung sowie einer Brandgefahr

verfügbar als pdf-Datei

In: Gerhard Rettenberger und Rainer Stegmann (Hrsg.) Stilllegung und Nachsorge von Deponien - Schwerpunkt Deponiegas 2005 Trierer Berichte zur Abfallwirtschaft Band 17. . Verlag Abfall aktuel lISBN 3-98 10064-7-X

Copyright © www.deponie-stief.de - email: info@deponie-stief.de Fax: 030 72320580. Mobil: 0170 5301616