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28-Jul-2011

Fachliteratur

Sanierung und Bodenschutz 2005

siehe auch Fachliteraturhinweise
| Grundwasserschutz bei Deponien und Altlasten |

Tagungsband des Statusseminares 2005 (DECHEMA)

KORA "Kontrollierter natürlicher Rückhalt und Abbau von Schadstoffen bei der Sanierung kontaminierter Böden und Grundwässer"

zum download (30.11.2005) http://www.natural-attenuation.de > Aktuelles als pdf-Datei (25MB!!!)

Altlasten: Zahlen und Fakten 2005.
EinZahlenspiegel über die Situation der Altlastenbearbeitung in Hessen mit Datenstand 1.7.2005 - kostenfrei! per e-mail: vertrieb@hlug.de oder Tel.: (0611) 701034 - es klappt wirklich

Nikolaus Steiner
Rechtliche Rahmenbedingungen für Natural Attenuation und MNA - Ergebnisse des rechtswissenschaftlichen Projektes 8.3 im BMBF-Förderschwerpunkt KORA
In WLB Supplement Terratec 10/2005 TT6-TT13
Auch für die Deponietechnik interessant, weil unter Langzeitaspekten, insbesondere aber wegen des & 14 (6) DepV die "natürliche Selbstreinigung" - wie es vor Jahrzehnten hieß - eine große Rolle spielen dürfte.
Aus der Zusammenfassung:
Der Abschlussbericht hat u. a. als Ergebnis, daß sich aus dem Bodenschutz- und Waserrecht keine Vorgaben ergeben, die der Nutzung von NA-Prozessen bzw. der Durchführung eines MNA-Konzeptes grundsätzlich entgegenstehen. Im Gegenteil: Die neue EU-Umwelthaftungsrichtlinie vom 21.04.2004, die bis spätestens April 2007 in nationales Recht umgesetzt werden muß, enthält ein ausdrückliches Gebot zur Prüfung und Berücksichtigung natürlicher Wiederhersrtellungsprozesse bei der Festlegung von Sanierungsmaßnahmen. Interessant wird sein, wie dieses Berücksichtigungsgebot in deutsches Recht umgesetzt wird.

Uwe Kallert
Behördliche Anforderungen an die Vor-Ort-Analytik - Qualitätssicherung und fachgerechte Probennahme / Probenvorbehandlung sind unverzichtbar.

Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 11-13

Jochen Großmann und Achim Willand
Sanierungsziele und -konzepte für Altlastenstandorte mit verbleibenden Grundwasserschäden, Großmann und Willand.
Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 14 - 18
Bei der Sanierung von Grundwasserschäden werden die häufig die vorgegebenen Sanierungsziele und -zeiträume nicht erreicht. Daher sollen Sanierungskonzepte an verbleibende Grundwasserschäden angepaßt sein. An zwei Fallbeispielen ... werden folgende Fragen unter fachlichen und rechtlichen Aspekten diskutiert: Kann unter Nutzung von Natural-Attenuation-Prozessen eine Stationarität der verbleibenden Schdstoffahne erreicht werden? und ist eine entsprechende Begrenzung des Sanierungsumfanges akzeptabel?

Karin Teichmann
Anforderungen an die Genehmigung von MNA - Die Sicht der genehmigenden Behörde.
Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 19-21
Antragsunterlagen für den Einsatz von "Monitored Natural Attenuation" müssen nicht nur ebenso genau und detailliert sein wie für eine "konventionelle" Sanierungsmethode, an sie werden zusätzliche Anforderungen gestellt. Neben einer fachspezifischen Abwägung und Prüfung der Verhältnismäßigkeit im Vergleich zu anderen Sanierungsmethoden ist eine konkrete Ersatzmaßnahme auszuwählen für den Fall, daß mit MNA das Sanierungszeil absehbar nicht erreichbar ist. Das Risiko für den Antragssteller: Ersparnisse des aktiven Sanierungsbetriebs können von hohem Aufwand für Untersuchung, Planung und Überwachung kompensiert werden.

In Bild 4 wird das deutlich gemacht:
Kurzzusammenstellung für die Antragsunterlagen:

  • 2 komplette Sanierungs-/Sicherungskonzepte
    • a) zum aktuellen Schadensstatus > für den Variantenvergleich
    • b) zum Schadensstatus bei Abbruch von MNA > für die Ersatzmaßnahme
  • Nachweis der Machbarkeit, Konzept und Prognose für MNA
  • Begründung für die Angemessenheit für MNA

Jörg Weindl, Michael Koch, Frank Tidden
Funnel-and-Gate-Technik zur Sanierung eines Gaswerksstandortes - Planung, Bau und erste Erfahrungen.
Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 22-25
Seit einigen Wochen ist im Süden Deutschlands die derzeit wohl größte Grundwasserreinigungsanlage mit vier Gates auf einem ehemaligen Gaswerksgelände in Betrieb. Für einen Einsatz über Jahrzehnte ausgelegt, können Energieeinsatz und Unterhalt gegenüber konventionellen Reinigungsanlagen nahezu vernachlässigt werden.

Interessantes im altlasten spektrum 3 (Juni)/2005

  • www.eugris.info ist eine europäische Informationsplattform für die Themenbereiche "kontaminierte Böden" und "Grundwasser"
    mehr im Editorial vom altlasten spektrum 3/2005 und im Internet
  • Bischoff, B. und Hilse, H.
    Monetäre Bewertung ökologischer Lasten auf Grundstücken und deren Einbeziehung in die Verkehrswertermittlung - Grundlagen einer Handlungsempfehlung
  • Mark, H.
    Probleme und Lösungsansätze bei der Durchführung flächendeckender Erhebungen über Altstandorte und Altablagerungen

Interessantes im altlasten spektrum 2 (April)/2005

  • Der Europäische Gerichtshof auf Abwegen: Altlasten werden zu entsorgungspflichtigen Abfällen erklärt! von N. Steiner
  • ITVA-Vergleichsprobenahme - Ein "Ringversuch" für Rammkernsondierungen, von Bücherl u. a.
  • Rechtliche Probleme der Grundwassersanierung: Sanierungsziele, Wirksamkeitsprognose für maßnahmen und Natural Attenuation, von A. Willand
  • Verwahrung von Altablagerungen des Uranerzbaus unter Nutzung reaktiver Materialien zur Uran- und Arsenimmobilisierung, von Hantsch u. a.

Jochen Großmann
Auswirkungen der EU-WRRL auf die Altlastenbearbeitung in Deutschland
altlasten spektrum 1 (Februar)/2005 Seiten 45-49
Großmann ist Vorsitzender des Arbeitskreises EU-Wasserrahmenrichtlinie von ITVA und FHDGG
Berichtet wird über einen Workshop, der am 09. September 2004 bei der DECHEMA in Frankfurt/M. stattgefunden hat.

Garo, Thomas
Sanierung von kontaminiertem Boden und Grundwasser
Teil 2: Systeme zur Unterstützung des natürlichen Abbaus (ENA)

TerraTech 1-2/2005 Seite TT11-14 (Supplement zu wlb 1-2/2005)
Die Frage, ob "Natural Attenuation" mit ihren Varianten MNA und ENA als eine Sanierungsmethode angesehen werden kann, ist auch aus strafrechtlicher Sicht sehr interessant. Wie verträgt sich MNA/ENA mit dem Umweltstafrecht?
Aus dem Fazit: Maßgeblich bleibt jedoch, daß jedwedes Sanierungsverfahren im Vorfeld einer ausführlichen gutachterlichen Bewertung unterzogen werden muß, sowohl was die rechtlichen Aspekte, insbesondere aber auch was die machbarkeit der Methode, deren Effektivität und damit letztlich deren Wirtschaftlichkeit anbelangt.
Ausblick: Für die weitere Diskussion um MNA/ENA stellen sich nun folgende Fragen:

  • Was muß bei der "NA-Technologie" dokumentiert, beschrieben, optimiert werden, um als Sanierungstechnologie nach dem Stand der Technik zu gelten?
  • Ist die Anerkennung "Stand der Technik" notwendig, um auf einer rechtssicheren Basis zu operieren?
  • Welcher Zeitraum darf im Zuge einer Sanierung verstreichen, um einen Zustand zu erreichen, der dauerhaft keine Gefahren mehr für weitere (Grundwaser-)Gefährdungen mehr birgt?
  • Wer hat ein rechtliches Problem (Sanierungspflichtiger, Überwacher, Berater, wenn der Zeitpunkt der "Untätigkeit" überschritten ist?
  • Wie wirkt sich das EuGH-Urteil mit seiner im Vergleich zum deutschen Recht deutlich unterschiedlichen Auffassung des Abfallbegriffs auf MNA, Sanierungsmaßnahmen, aber auch auf bereits sanierte Standorte aus?

 

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