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07-Jul-2014

Fachliteratur

Mechanisch-biologische Restabfallbehandlung (MBA) 2003

|MBA in den Laendern|Abluft bei MBA|Übersicht|
siehe auch |Bücher|

Wernicke, Petra
Ministerin, Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
Umsetzung der Restabfallbehandlung in Sachsen-Anhalt
4. Staßfurter Abfall- und Energieforum
Endspurt in der Abfallwirtschaft – Restabfallbehandlung in den Neuen Bundesländern, Staßfurt, 29. Oktober 2003, Salzland Center
Manuskript als pdf-Datei (87KB)
(aufgenommen 04-Mär-2004)

Burchert, Joachim
Westsächsische Entworgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH, Großpöna)
Errichtung einer MBA zum Zweck der Behandlung von Abfällen auf dem Standort der Zentraldeponie Cröbern und Betrechatung der dabei anfallenden Wertstofffraktionen.
Abfallkolloquium 2003 "Stand der Umsetzung der Abfall- und Immissionsgesetzgebung und der Abfallentsorgung" Freiberg 13./14.11.2003 Veranstalter: SIDAF e-mail: sidaf@sidaf.de

Kowalski, Hans-Dieter
(Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Dresden)
Stand der Abfallbehandlung in Sachsen
Abfallkolloquium 2003 "Stand der Umsetzung der Abfall- und Immissionsgesetzgebung und der Abfallentsorgung" Freiberg 13./14.11.2003 Veranstalter: SIDAF e-mail: sidaf@sidaf.de

Zeschmar-Lahl (BZL, Oyten)
Klimawirksamkeit der Abfallbehandlung in Sachsen
Abfallkolloquium 2003 "Stand der Umsetzung der Abfall- und Immissionsgesetzgebung und der Abfallentsorgung" Freiberg 13./14.11.2003 Veranstalter: SIDAF e-mail: sidaf@sidaf.de

Maak, Dirk
Ablagerung mechanisch-biologisch behandelter Abfälle
In: Abfallwirtschaft in Forschung und Praxis AbWi 128 ESV Berlin
Hrsg. Egloffstein, Burkhardt, Czurda "Abschlus und Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2003" mehr...

Grundmann, Thomas; Schrewe, Jürgen; Dippert; Thomas
Biologische Aufbereitungsanlage Ennigerloh
VKS-News 78. Ausgabe September 2003, Seiten 13 bis15
Bauauftrag im April 2002 durch die Gesellschaft "Biowest - Biologische Abfallbehandlung Westfalen GmbH". Standort Entsorgungszentrum Ennigerloh, Kreis Warendorf.
Mechanische Vorbehandlung in SBS-Anlage Ennigerloh.
Biologische Behandlung: Tunnelrotte.
Mit den Entsorgungsgresellschaften aus den Nachbarkreisen Gütersloh, Soest und Warendorf fanden sich in der Biowest Kooperationspartner, die die Investitionen gemeinsam durchführen und die Entsorgungsanlagen langfristig auslasten.

(21-Sep-2003)

Kliefoth, Jörg und Sieksmeyer, Rolf
Vorteile der Nassvergärung im Rahmen einer MBA am Beispiel der Anlage León
WLB Wasser, Luft und Boden 9/2003 Seiten 52 bis 55
Aus der Schlussbemerkung
Alles in allem ist nach unserer Erfahrung ein Nassverfahren der technologisch einfachere Prozess. Die Nassvergärung in einem Biostabilisator ist ein hoch effizientes Verfahren innerhalb eine MBA-Anlage. Durch intelligentes Wassermanagement und eine optimale energetische Verwertung des Biogases ist dieses Anlagenkonzept auch wirtscahftlich eine empfehlenswerte Lösung. Das Endprodukt ist ein für die Deponierung geeigneter Feststoff. Die Anlagetechnik für die Nassvergärung ist bei HAASE weit gehend standardisiert.

(08-Sep-2003)

Franke, Matthias und Degener, Peter
Uni Rostock Institut für Landschaftsbau und Abfallwirtschaft)
Wasserhaushalt in der offenen Nachrotte von Restabfällen
Müll und Abfall Heft 8/2003 Seiten 406-409
"Die dargestellten Ergebnisse führen zu dem Schluss, dass eine offene, ohne Überdachung durchgeführte Nachrotte zum einen die Anforderungen der 30. BImSchV einhält. Zum anderen kann durch den Verzicht auf großflächige Überdachungen von Rotteflächen der natürliche Niederschlag zur Befeuchtung der Rottemieten genutzt und ein erheblicher Investitionsufwand vermieden werden."
(24-Aug-2003)

BMBF-Verbundvorhaben
Erprobung einer nichtkatalytischen thermischen Oxidation zur Behandlung von Abluft aus der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung Abschlussbericht
Teilvorhaben 1 (ISAH):
Verfahrenstechnische Überprüfung der Anlagenkonzeption
Förderkennzeichen: 0330240
Teilvorhaben 2:
Untersuchungen zur Führung des Abluftmanagements (HAASE ENERGIETECHNIK AG)
Förderkennzeichen: 03361257
mehr...
(03-Jul-2003)

Fricke, K.; Hake, J.; Hüttner, A.; Müller, W.; Santen, H.; Wallmann, R.;
Turk, T.
Aufbereitungstechnologien für Anlagen der Mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung
in: Müll-Handbuch, Lieferung 4/03 Juni 2003 Kennziffer 5615,
Erich Schmidt Verlag
Betrachtet werden gängige MBA-spezifische Hauptaggregate der Bereiche Anlieferung, Aufbereitung und Konfektionierung. Die Daten basieren auf Ereignissen des BMBF-Verbundvorhabens "Mechanisch-biologische Vorbehandlung von zu deponierenden Abfällen" und anderen Forschungsvorhaben sowie auf ermittelten Leistungsdaten bestehender Anlagen. Der Beitrag bau auf auf bzw. nimmt Bezug auf die Kapitel "Restabfallmengen und -qualitäten" für die mechanisch-biologischen Restabfallbehandlungsverfahren" (Kennziffer 5616) und "Stabilitätskriterien für biologisch behandelten Restmüll, Konsequenzen für den Bau und Betrieb von MBA-Anlagen und Deponien" (Kennziffer 5614)
(05-Jul-2003)

Nassour, Abdallah und Legler, Ralf
Integration von vorhandenen Anlagen zur Restabfallbehandlung ab dem jahr 2003 -
Möglichkeit eines kurzfristigen, flexiblen, semidezentralen Entsorgungskonzeptes
In: Müll und Abfall 5/2003 Seiten 222 - 225
Eine alternative Möglichkeit die Behandlung ab dem Jahre 2005 zu gewährleisten und trotzdem eine Investition in der eigenen Region zu tätigen, wäre die mechanische Auftrennung des Restabfalls bzw. speziell des Hausmülls in zwei Fraktionen für eine getrennte Behandlung. Die Fraktionen würden sich dabei aus einer heizwertangereicherten Grobmüllfraktion und einer mit Biomasse angereicherten Mittel- und Feinmüllfraktion zusammensetzen. Bei der getrennten Mitbehandlung in bestehenden Anlagen könnten hierdurch gleichzeitig Kostenunterschiede zwischen einer thermischen und biologischen Behandlung ausgenutzt werden.
Zusammenfassend kann man feststellen, daß derzeit für die Gewährleistung vertretbarer Gesamtkosten bei der Behandlung für eine Anlage noch bestimmte regionale und / oder verfahrensbedingte Bedingungen notwendig sind. Hierzu zählen zum einen sowohl bei der thermischen als auch bei der mechanisch-biologischen Behandlung eine möglichst große Abfallmenge. Günstige Preise sind zur Zeit i.d.R. erst ab ca. 50.000 bis 10.000 Mg Anlagenkapazität möglich. ... . bei mechanisch-biologischen Anlagen sollte immer die günstige energetische bzw. rohstoffliche Verwertung geklärt sein.
Kostenrichtwerte werden angegeben.

Doedens, Heiko und Kühle-Weidemeier, M.
Anforderungen an die Stoffströme aus der MBA - zur Ablagerung auf Deponien
In: K. Wiemer, M. Kern (Hrsg.): Bio- und Restabfallbehandlung VII - bologisch - mechanisch - thermisch. Witzenhausen-Institut, Neues aus Forschung und Praxis, Fachbuchreihe Abfall-Wirtschaft des Witzenhausen Instituts für Abfall, Umwelt und Energie. 1. Auflage 2003 ISBN 3-928673-40-8, Verlag Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Seiten 557 bis 566
Doedens erinnert wieder einmal dankenswerterweise an die Anforderungen an die Ablagerung von Abfällen aus der MBA in der AbfAblV.
Erstaunlicherweise entdeckt er in den Anforderungen der AbfAblV Widersprüche (> sein Fazit für MBA-Deponien), wo ich gar keine entdecken kann:

  • Die Anforderungen im Anhang 3 der AbfAblV widersprechen sich z. T. gegenseitig: höchst mögliche Verdichtung und Wassergehalte möglichst < 35 Masse-% (trockener Einbau)
    [Kommentar: Wo liegt der Widerspruch? Gefordert wird nicht die absolut höchst mögliche Verdichtung, sondern die höchst mögliche Verdichtung bei einem Wassergehalt von möglichst < 35 Masse-%]
  • Die höchstmögliche Einbaudichte ist weniger entscheidend für das Deponievolumen, und die hydraulischen Eigenschaften einer MBA-Deponie, sondern mehr die Verdichtung durch die zunehmende Auflast aus dem überlagernden Abfall.
    [Kommentar: Wo ist der Widerspruch? Mit den Anforderungen in der AbfAblV will man erreichen, daß die Setzungen des Deponiekörpers von Anfang an möglichst klein sind - damit irgendwann einmal das Abwarten des Abklingens der Hauptsetzungen nicht wieder als Ausrede (für was auch immer) herhalten kann.]
  • Der in der AbfAblV geforderte gering durchlässige Deponiekörper ist für die grundbautechnische Stabilität des Deponiekörpers nachteilig, weil nach bisherigen Berechnungen (Friedrich 2002) die über die Deponietiefe auflastbedingte stark abnehmende Durchlässigkeit zu Standsicherheitsproblemen durch Porenwasserwasserüberdrücke führen kann. Die dann notwendige Einfügung aufwändiger Dränkörper in MBA-Deponien führt zu Zusatzkosten und Volumenverlusten.
    [Kommentar: Wo ist der Widerspruch? Die aus der MBA haben nun einmal besondere geotechnische Eigenschaften, die berücksichtigt werden müssen - vielleicht ähnlich denen von Hafenschlick. Die dadurch entstehenden Standsicherheitsprobleme müssen durch besondere technische Maßnahmen gelöst werden. - Sollte man vielleicht etwa doch den hausmülldeponien nachtrauern?]
  • Unter Abwägung der Vor- und Nachteile sollte im Regelfall dem trockenen Einbau von MBA-Abfällen der Vorzug gegeben werden. Es werden hierbei zwar nicht die höchsten Einbaudichten und geringsten Durchlässigkeiten beim Einbau erreicht, aber die Standsicherheit der MBA-Deponie ist besser zu gewährleisten.
    [Kommentar: Endlich erkenne ich einen Widerspruch - allerdings zu dem ersten Anstrich von Doedens. In der AbfAblV ist also doch nur das Richtige gefordert worden:
    • WG < 35 Masse-% (trockener Einbau)
    • Bei diesem WG die höchsten Einbaudichten, die zu erreichen sind und
    • Bei diesem WG die geringsten Durchlässigkeiten
    • um die Standfestigkeit der Deponien zu gewährleisten

    Es ist eben immer leichter sich mißzuverstehen als zu verstehen. Warum eigentlich?

Siehe im Buch auch weitere Beiträge zum Thema MBA

(11-Apr-2003) Klaus Stief

Körtel, André; Haschemi, Haschem; Spillmann, Peter
Das "Teheraner Modell" - Die biologische Stabilisierung extrem wasserreicher Siedlungsabfälle unter ariden Klimabedingungen mit minimalem technischen Aufwand.
Müll und Abfall 2/2003 Seiten 59 bis 63
Aus &. Folgerungen für die weitere Anwendung:
... [folgende Grundsätze für statische Rotteverfahren sollten beachtet werden]:

  1. Je einfacher die Technik, umso besser muss das Personal ausgebildet werden, um so fehlertoleranter muss die Abstimmung der Schichten und Belüftungssysteme gewählt werden (nach Aufsetzen der Miete sind Korrekturen nicht mehr möglich).
  2. Anpassung und Optimierung erfordern mindestens einen Jahreszyklus je Variante der Abfallzusammensetzung. (In Teheran wurden 3 Jahre benötigt, um unter Praxisbedingungen mit 200 Mg/d das Verfahren für zwei strukturell und inhaltlich unterschiedliche Abfälle an die örtlichen Bedingungen anzupassen)

Die Grenzen für die Anwendung dieses auch für extrem kapitalschwache Länder geeigneten Verfahrens der Abfallstabilisierung sind bisher noch nicht erreicht worden.

(03-Mär-2003)

Münnich, Kai; Mahler, Claudio Fernando; Fricke, Klaus
Pilotprojekt zur einführung technisch einfacher Verfahren zur mechanisch biologischen Abfallvorbehandlung in Brasilien
Müll und Abfall 02/2003 Seiten 64 bis 69
Aus der Zusammenfassung:

  • Eine Vorbehandlung der Abfälle mit dem Kaminzug-Verfahren ist unter des klimatischen und abfallwirtschaftlichen Randbedingungen in Brasilien möglich.
  • Um die gewünschte Stabilisierung der Ab fälle zu erhalten, ist eine intensive mechanische Aufbereitung erforderlich, um die organischen Abfälle dem aeroben biologischen prozess zugänglich zu machen.

(03-Mär-2003)

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