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Nach 22.04.2016

Fachliteratur

Nachsorge von Deponien 2015 (auch Stillegung und Abschluß, sowie Nutzung, Nachnutzung - auch Technische Funktionsschichte, Photovoltaik und Windkraftanlagen)

TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH (Redaktion: Dr. W. U. Henken-Mellies)

26. Nürnberger Deponie-Seminar - 2015
Stilllegung und Nachsorge von Deponien: Erfahrungen mit Altablagerungen

Veröffentlichungen des TR-LGA-Grundbauinstituts, Nürnberg. Heft 94. Eigenverlag TR-LGA, Nürnberg, 2015. ISSN 0343-8007

Unterstützung kreisangehöriger Gemeinden bei Erkundung und Sanierung stillgelegter Hausmüll-Deponien durch die GAB
Dipl.-Ing. Michael Kremer
Wohnen auf einer ehemaligen Deponie - Bewertung, Sanierung, Monitoring
Dr. Andreas Zeddel
Rückbau einer Altablagerung auf dem Standort einer Papierfabrik und Folgenutzung mit Wohnbebauung (Sanierung der Altablagerung "Ziegelteich")
Dipl. Geoökol. Jochen Köhler

Deik Esser

Der Energieberg Georgswerder – Von der positiven Transformation einer Altlast

Müll und Abfall Heft 06 / 2015

"Der Energieberg Georgswerder in Hamburg stellt ein gelungenes Beispiel für die Nachnutzung einer Deponiefläche dar. Neben der Energieerzeugung durch Wind- und Solarenergie wurde das Gelände für die Allgemeinheit geöffnet. Die Stadtreinigung Hamburg betreibt hier erfolgreich ihr Informationszentrum."

[Auf die richtigen Worte z. B. "Energieberg" kommt es an, auf notwendige Sicherungsmaßnahmem, und daß man sich zu dem bekennt, was ohnehin nicht mehr zu ändern ist, dann verschwindet auch die Angst vor dem vergrabenen Giftmüll. Wer hätte das vor 25 Jahren gedacht. Gut gemacht Hamburg! ]

Puscher, Horst

Das auf unseren Deponien bis heute Errichtete, Betriebene, Stilllgelegte und dabei Angerichtete bedarf der Nachsorge. Was ist und was ist nicht zu tun?

Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft Band 118. Zeitgemäße Deponietechnik 2015. Hrsg. Martin Kranert. ISBN 978-3-8356-7281-9
vollständiges Inhaltsverzeichnis der Stuttgarter Berichte

Andreas Hoppe

Entlassung von Deponien aus der Nachsorge

11. Leipziger Deponiefachtagung 2015"Planung, Bau, Betrieb und Schließung von Deponien ". Herausgeber: Prof. Dr.-Ing. Said Al-Akel, HTWK Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. > zum ausführlichen Inhaltsverzeichnis des Tagungsbandes

Hoppe berichtet auf der Grundlage des Hessischen Verfahrenshandbuchs (VB) "Entlassung von Deponien aus der Nachsorge". Die Erläuterungen werden leider deshalb zum Teil verwirrend, weil man sich schon im VB nicht an die exakten Begriffe aus der Deponieverordnung bzw. dem Kreislaufwirtschaftsgesetz gehalten hat. Nirgends ist von der "Entlassung aus der Nachsorge" die Rede, sondern immer nur von der " Feststellung des Endes der Nachsorgephase". Wer Gesetze oder Verordniung oder auch VBs produziert und suggeriert, dass "man" irgendwann vergessen könnte und vergessen sollte, wo eine Deponie errichtet und stillgelegt wurde, ist falsch gewickelt, bzw. verantwortungslos. Bei der Feststellung des Endes der Nachsorgephase geht es doch darum, festzustellen, dass der Deponieinhaber alle Vorschriften eingehalten hat, und dass die angeordnete Maßnahmen gewirkt haben. Sollt die Behörden unerfüllbare Forderungen gestellt haben, ist das m. E. sittenwidrig.
Das Hessische Verfahrenshandbuch (VB) "Entlassung von Deponien aus der Nachsorge" steht auf der Internetseite des HMUKLV zur Verfügung:
https://umweltministerium.hessen.de/umwelt-natur/kreislauf-abfallwirtschaft/deponien/

Richtiger wäre nur noch von der "Entlassung aus der Nachsorgephase" zu sprechen und zu schreiben.

Übrigens wird in aller Regel auch der Begriff "Altdeponie" nicht gesetzeskonform verwendet. In der DepV 2009 heißt es in § 2 Begriffsbestimmungen" Nr. 3 "Altdeponie: Eine Deponie, die sich am 16. Juli 2009 in der Ablagerungs-, Stilllegungs- oder Nachsorgephase befindet."
Wir reden und schreiben deshalb eigentlich immer nur über Altdeponien, weil es kaum andere gibt.

Und auch das noch: Was sind Altablagerungen?
Im Bundes-Bodenschutzgesetz - BBodSchG) § 2 Begriffsbestimmungen heißt es:

"(5) Altlasten im Sinne dieses Gesetzes sind
1. stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen)".

Altablagerungen fallen also offenbar nicht mehr in den Zuständigkeitsbereich der für Abfallwirtschaft zuständigen Behörden! Allerdings ist der Begriff "stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen" auch nicht zutreffend, da sich stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen, noch in der Nachsorgephase befinden können. Der Gesetzgeber sollte sich ein bisschen mehr Mühe geben

Rettenberger / Stegmann (Hrsg.)

Stilllegung und Nachsorge von Deponien 2015
- Schwerpunkt Deponiegas

Trierer Berichte zur Abfallwirtschaft Band 22. Verlag Abfall aktuell
Inhaltsverzeichnis des Tagungsbandes

Burmeier, Harald

Stillgelegte Deponien - Nachsorge ohne Ende

In: SKZ – ConSem GmbH "31. Fachtagung: Die sichere Deponie" Herausgeber des Tagungsbandes: SKZ – ConSem GmbH

Inhaltsverzeichnis des Tagungsbandes

Schade. Der Beitrag wäre (für mich) interessanter gewesen, wenn der Autor sich mit der Nachsorge von Altablagerungen auf der Grundlage des BBSchG befasst hätte.
Einleitend heißt es "Zurzeit existieren mehr als 100.000 Altablagerungen und Altdeponien in Deutschland. Daneben befinden sich noch ca. 1.200 Deponien unterschiedlichster Klassen in Betrieb." Die Kenntnis des Begriffs "Altdeponien" genügt festzustellen, dass von den genannten 100.000 Abfallbeseitigungsanlagen ca. 99.000 Altablagerungen gem. BBSchG sind. Anstatt sich, wie üblich, mit der Frage zu befassen, wann die Kunststoffdichtungsbahnen in Abdichtungen von Altdeponien gem. TASI oder DepV an der Basis und an der Oberfläche unwirksam werden, wäre es (für mich) viel interessanter zu lesen, wie man die Umweltauswirkungen der ca. 99.000 Altablagerungen bewertet und welche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt gefordert und umgesetzt werden.

 

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